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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Vorwort und Inhalt zur Chronik der Bergwacht Oberstdorf

 

Pate für die Idee einer Chronik der Bergwacht Oberstdorf war das Erscheinen der beiden Bände über „Die Bergrettung in Bayern“ von Gerhard Opperer im Herbst 2004.[1] Hier wurde von einem, der nach eigener Aussage zu früh zusagte, eine Chronik zu erstellen, und erst später über die damit verbundene enorme Herausforderung nachdachte, eine sehr präzise und umfangreiche Darstellung der Bergrettung in Bayern und der Bayerischen Bergwacht geschrieben. Liest man die beiden hochinteressanten Bände und ist selbst aus eigenem Erleben mit der wechselvollen Vergangenheit der Bergwacht Oberstdorf vertraut, so liegt es nahe, in ähnlicher Form die Entwicklung der Bergrettung in Oberstdorf darzustellen. Viele Vorgänge, Abhandlungen und (Vor-) Denkweisen aus den beiden Bänden stammen allerdings aus dem oberbayerischen Raum und Wiener Alpinistenkreisen, so dass ein geschichtlicher Überblick über die Bergrettung in Oberstdorf für die Entwicklungen im Allgäu sicherlich aufschlussreich ist.

Nun ist es ja nicht so, dass darüber nicht hier und da schon berichtet worden wäre! Aber die Informationen sind verstreut, finden sich irgendwo und nirgendwo. Es fehlte ein kompaktes Werk, das jetzt durch die Implementierung einer für alle bayerischen Bergwachtbereitschaften zugänglichen Software („TYPO3“) ab 2007 erstellt werden konnte. Individuell können hier die wichtigen Ereignisse und Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte dargestellt werden.
Ereignisse, die aus dem prosperierenden Tourismus entstanden. Die erfreuliche Gästeentwicklung brachte unweigerlich auch den einen oder anderen Unfall mit sich. So wurde auf Bergunfälle bereits früh reagiert, denn bereits 1876 erlässt der Markt Oberstdorf in Verbindung mit den DAV-Sektionen Immenstadt und Kempten eine Bergführerordnung, sie verpflichtet darin u.a. die Bergführer zum Rettungsdienst! (Siehe „Anfänge der Bergrettung“.) So wird Johann Baptist Schraudolph aus Einödsbach zum ersten behördlich autorisierten Bergführer Oberstdorfs. Die ersten Schritte in Sachen „Hilfe in den Bergen“ waren getan, und so nahm die Entwicklung der Bergrettung in Oberstdorf ihren Lauf. Sehr hilfreich für das

Zusammentragen der Informationen waren die Hefte des Verschönerungsvereins, „Unser Oberstdorf. Blätter zur Oberstdorfer Heimatkunde“ insbesondere die Beiträge des Oberstdorfers Eugen Thomma, selbst Bergwachtmitglied,  zum Bergführerwesen, und seine die Rückblicke auf 50 bzw. 100 Jahre Oberstdorfer Bergwacht. Ferner konnte aus den Jahresberichten „Die Bergwacht“ eine Fülle von Informationen über die Bergwacht Oberstdorf gewonnen werden. Aber auch die Entwicklung von Bergemethoden, Rettungsgeräten und weiterer „strategischer Visionen“ der Vordenker in München fanden letztendlich Einzug in die Bergwacht-Bereitschaften des AllgäusIn der Rückbetrachtung war die Entwicklung der Bergrettung ähnlich der anderer moderner Errungenschaften von Rückschlägen vor allem technischer, aber auch organisatorischer Art gekennzeichnet.                                                                                                                                                                                                                                                                 Beispielsweise waren die ersten Bahren den harten Anforderungen im Gebirge kaum gewachsen. Es gab aber in unserer Geschichte immer Frauen und Männer, die Visionen hatten, Vorhandenes zum Wohle der Bergbegeisterten zu verbessern und weiter zu entwickeln. Durchaus modern mutet die Argumentation der Verantwortlichen des Alpenvereins um 1900 an, sich um verunglückte Touristen zu kümmern, denn für die Gründung der Bergrettung seien weniger die „percentuell eher geringen Unglücksfälle ausschlaggebend, doch vom humanen Standpunkte aus, darf nichts versäumt werden“.

Es darf aber auch festgestellt werden, dass erfreulicherweise im Laufe der Jahrzehnte die „grausamen Bergungen“ weniger wurden. Dazu trugen wesentlich die bessere Ausbildung der Touristen und Bergretter gleichermaßen bei. Die Ausrüstung verbesserte sich permanent, insbesondere in der Kommunikation mittels Funkgeräten, die in den Gründerjahren praktisch gar nicht existierten. So wurden erst Ende der 50er Jahre Funkverbindungen möglich, wobei die Bergwacht Oberstdorf mit Günther Math an der Spitze eine führende Rolle im Aufbau eines Funknetzes einnahm.

 

Was erfahren Sie aus dieser Chronik per Mausklick?

Alpintouristische Entwicklung

                Wann wurden Hütten-, Alpinwege und Bergbahnen gebaut? Und welchem

                Auf und Ab unterlag der Ort in den Gästeübernachtungen?      

Anfänge der Bergrettung

                Grundsätzlich waren Unfälle nicht vorgesehen, als es sie gab, musste gehandelt

                werden. Die Entwicklung von Rettungsgeräten, die vorsichtige Formulierung für die

                Einführung des alpinen Notsignals durch einen Engländer. Gesetzlicher Naturschutz

                und der „Pflück-Freiheit-Sinn“ einheimischer Bürger bis hin zum „Edelweißkrieg.“

Die Berichtsjahre im Jahrzehnteraster

                Statistik über Bergungen, oft in dramatischen Ausmaßen.

Leitung, Ehrungen und Auszeichnungen der Bergwacht Oberstdorf

                Wann ging’s mit wem los?

                Ehrungen in verschiedenen Kategorien verdienter Oberstdorf Bergwacht-Mitglieder

 

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, beachten Sie bitte, dass trotz sorgfältiger Recherchen Übertragungsfehler, Jahreslücken, Verwechslungen u.s.w. entstehen können, deshalb gilt: Jede Chronik braucht den Mut zur Lücke und die Toleranz der Leser! Melden Sie bitte Ihre Feststellungen an die Bergwacht Oberstdorf. Korrekturen und Änderungen können laufend aktualisiert werden. Danke.

Oberstdorf im Frühjahr 2008

Max Zellhuber, Oberstdorf

Bergwacht-Mitglied von 1966 bis 1989

Stv.Bereitschaftsleiter von 1973 bis 1989

 

Weiter zur Chronik von 1862 bis 1899

 

                                       


[1] Gerhard Opperer, Die Bergrettung in Bayern. Ein geschichtlicher Fleckerlteppich, Band 1: Bis zum Kriegsende 1945, Band 2: Seit 1945, München 2004.

 

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