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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Die Chronik der Bergwacht München

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WIE ALLES BEGANN

In den Nachkriegsjahren wurde die entstandene Freiheit von vielen Menschen genutzt, um sich in den Bergen zu erholen und zu vergnügen. Der entstehende „Massentourismus" brachte aber auch Nachteile für Natur, Sitte und Anstand durch die Bergwanderer, Schifahrer und Kletterer. Bald nahm das Verhalten der Bergsteiger und Wanderer aber ungeahnte Ausmaße an.

Störung der Tierwelt, Pflanzenraub, Diebstähle, Hütteneinbrüche, schamlose Nacktkultur und Belästigung von anderen Bergwanderern und Einheimischen waren an der Tagesordnung.

Um diesem Treiben Einhalt zu gebieten trafen sich im Frühjahr 1920 einige Münchner im Hofbräuhaus am Platzl. Fritz Berger, Gustav Beck, Wendelin Eschenlohr, Ludwig Mangold, Walter Oeldenberger, Fritz Thamm und andere gründeten eine Bergwacht zur „Wiederherstellung der Ordnung und Sicherheit in den Bergen".

Bei den Streifengängen im Gebirge kam es oft vor, daß Bergwanderer angetroffen wurden die, nicht zuletzt auf Grund der mangelhaften Ausrüstung, verletzt waren oder sonstige Hilfe benötigten. Die Bergwacht übernahm nun auch den Abtransport von in den Bergen verletzten Personen ins Tal. Übrigens wurde die erste Streife der Bergwacht auf die Kampenwand unternommen, um dort für „Recht und Ordnung" zu sorgen.

In der ersten Wintersaison 1920/21 wird ein planmäßiger Sanitätsdienst im Gebiet Schliersee - Spitzingsee von den Münchnern organisiert. Der neue Leitsatz der Bergwacht lautet: „Wir schützen den Berg vor den Menschen und die Menschen vor dem Berg". Er zeigt, daß zu den bereits übernommenen Aufgaben, Schutz der Natur, Überwachung der Ordnung im Gebirge, die „Rettung und Zutalschaffung verunglückter Bergsteiger" hinzu kommen.

Die Münchner Bergwacht bringt im ersten Jahr bereits mehr als 100 Verletzte ins Tal.

Nach und nach werden Bergwacht-Bereitschaften in ganz Bayern gegründet und in der Bergwacht Bayern zusammen geschlossen.

Lesen Sie hier die ausführliche Chronik als PDF
oder kontaktieren Sie uns, falls Sie eine broschierte Ausgabe bestellen möchten.
 

HISTORISCHE MEILENSTEINE DER BERGWACHT MÜNCHEN

1920      

Gründung der Bergwacht in München mit dem Ziel, Ordnung, Sitte und Anstand im Gebirge wiederherzustellen. Kurze Zeit später gründet das Rote Kreuz den Gebirgsunfalldienst, kurz GUD genannt, einen Verbund von Rotkreuz-Sanitätern.

1923

Die Ausbildung in Erster Hilfe wird offiziell in den Dienstplan aufgenommen. Ein erstes Bergwacht Fahrzeug wird angeschafft.

1925

Das grüne Kreuz wird als Emblem, zusammen mit dem Edelweiß verwendet. Die Aufgaben, Naturschutz und Hilfe an Menschen werden damit verbunden und kommen mit dem Logo zum Ausdruck.

1933

Die ersten drei Diensthütten werden erbaut, großteils in Eigenleistung der Münchner Bergwachtler: Latschenkopf (Brauneck), Hochalm oder "Hans Ruderer Hütte" (Alpspitzgebiet)und Soiensee (Ruchenköpfe).

1936

Betreuung der IV. Olympischen Winterspiele in Garmisch Partenkirchen.

1937

Eine kleine neue Diensthütte am Rotwandweg, die Diensthütte Maxlrainer, wird als Stützpunkt gebaut.

1938

Die Diensthütten Firstalm (Brecherspitz) und Seufzer Brauneck) werden gebaut.

1945

Die Bergwacht und der Gebirgsunfalldienst werden zu einer Bergrettungsorganisation zusammen gelegt, der „Bergwacht im Bayerischen Roten Kreuz. Die Diensthütte Lyra im Spitzinggebiet wird zum siebten Stützpunkt der Münchner Bergwacht.

1956

Der achte Stützpunkt entsteht 1956 am Oberen Sudelfeld unweit der Walleralm.

1957

Eine spektakuläre Bergung aus der Eiger Nordwand im August 1957 erregt großes öffentliches Interesse. Drei Münchner Bergwachtler sind maßgeblich an der Rettungsaktion beteiligt.

1960

Ersten Übungen mit einem Sikorsky S-58 Helikopter, bei der das Absetzen von Bergwachtmännern am Unfallort und Aufnehmen der Verletzten mit der Winde geübt wird.

1964

Bau des neunten festen Stützpunkts der Bergwacht München am Stümpfling

1975

Spektakuläre Rettungs-Vorführung an der Frauenkirche in München. Dabei wurde eine Münchner Stadträtin 80 Meter vom Südturm der Kirche abgeseilt.

1989

Ein Bergwachtmann nimmt das 90 kg schwere, frisch restaurierte „Münchner Kindl" auf den Rücken und bringt es wieder zur Turmspitze des Rathauses.

1995

Die erste Frau bei der Münchner Bergwacht schließt die Ausbildung zum „Bergwachtler" erfolgreich ab.

2000

In der Bergwacht München entsteht eine neue Gruppe „Höhlenrettung Südbayern", zuständig für Höhlenunfälle.

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