Mitglieder-Login

Passwort vergessen?

 

 

Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Nachrichten

Samstag, 22. Dezember 2007

Jahresabschlussfeier der Bergwacht Furth im Wald am Samstagabend in der Schützenhalle Voithenberg

Stolz präsentierten sich deswegen noch einmal die Bayerischen Vizemeister beim Landeswettbewerb des Jugendrotkreuzes 2007 mit ihrem Leitungsteam Judith Hofstetter und Andrea Winklmüller. Beeindruckt zeigte sich auch der langjährige Bergwachtarzt Dr. Karl Lachenmeier, der für 40 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet wurde.

„Heute wäre der Heilige Josef sicher ein Bergwachtler“, so Stadtpfarrer Richard Meier in seiner traditionellen Weihnachtsandacht in der Schlosskapelle am Voithenberg zusammen mit Diakon Oliver Bollinger und den Geschwistern Anita und Petra Sporer. In Anwesenheit von Bürgermeister Johannes Müller, Ehrenbereitschaftsleiter Helmut Hörmann und allen Ehrenmitgliedern sowie einem der Männer der ersten Stunde, Max Falter, blickte Bereitschaftsleiter Franz Seidl anschließend in der Schlossgaststätte auf das Einsatzgeschehen der vergangenen Monate zurück.

Trotz des schneearmen Winters mussten die Aktiven zu zehn Notfalleinsätzen ausrücken und zwei Krankentransporte übernehmen sowie 34 Mal Erste Hilfe leisten. Spektakulär darunter die Bergung eines erschöpften Langläufers mit dem Motorschlitten und der Sondereinsatz bei einem Blitzschlag mit acht Verletzten und vier Vermissten im Raum Gibacht. Darüber hinaus wurden Rettungsaktionen geprobt wie die Bergung eines Holzarbeiters im Waldmünchner Forst und in einer Landkreisübung mit der Hundestaffel sowie der Land- und Wasserrettung unter Leitung von Andreas Beck. Grundlage für diese Einsätze ist eine intensive Ausbildung, beginnend bei der Vorbereitung der Anwärter auf die Bergrettungsprüfung unter Leitung der Bereitschaftsausbilder Franz Bosek und Josef Hofstetter bis hin zur Teilnahme an den Lehrgängen für Winter- und Sommerausbilder, am Hubschrauberlehrgang in Fröttmanning, aber auch bei einer eigenen Gebirgsausbildung am Dachstein. Neue Erfahrungen gewann man bei der Organisation des Einsatzleitbereichs „Oberer Bayerischer Wald“, wofür sich zehn Kameraden in Ettal und Bolsterlang speziell schulen ließen. Ausgerüstet mit einem eigenen Geländefahrzeug übernahmen sie unter der Leitung von Dominik Schönberger bislang 150 Tage mit 3.600 Stunden Bereitschaft für Bergeinsätze im gesamten Landkreis.

Über das Jahr verteilt, leisteten die mittlerweile 78 Aktiven, darunter fünf weibliche, auch Vorsorgedienste bei zahlreichen, teilweise grenzüberschreitenden Veranstaltungen. Daneben war man auch an der Kletterwand aktiv, der Anziehungspunkt für Kinder und Jugendliche nicht nur beim Ferienprogramm im Sommer. Neben der eigenen mobilen wurde auch die städtische an zwölf Tagen betreut. Nicht verwunderlich, dass deswegen die Jugendarbeit unter Führung von Judith Hofstetter und Andrea Winklmüller mit 5.100 Stunden bei 60 Veranstaltungen zu einem wichtigen Aufgabenbereich wurde. Nach der erfolgreichen Teilnahme an den Kreis- und Bezirkswettbewerben des Jugendrotkreuzes erkämpften sich Michael Fleischmann, Georg Hofstetter, Laura Lehminger, Helena und Johannes Mühlbauer sowie Matthias Schweitzer beim Landesentscheid die Bayerische Vizemeisterschaft.

Neben den 7.600 Dienststunden im Umfeld der Bergrettung brachten sich zahlreiche Kameraden auch im Naturschutzdienst ein. Neben der Aktion „Saubere Landschaft“ und der Kontrolle von Nistkästen liegt den beiden Naturschutzausbildern Andreas Gerber und Christian Seidl besonders die Betreuung eines Fledermausquartiers am Schwarzeck zusammen mit dem Landesbund für Vogelschutz am Herzen. Beide arbeiten auch intensiv im Regionallehrteam „Naturschutz“ mit.

Ein besonderer Dank ging an Franz Thurner, der sich das ganze Jahr über unermüdlich um die Wanderwege und Langlaufloipen kümmert. Nicht unerwähnt blieben auch die vielen Arbeitseinsätze an den drei Hütten, insbesondere der Einbau eines Entsäuerungswerks bei der Roberthütte. Die finanziellen Mittel dafür könnten ohne die Unterstützung der Freunde und mittlerweile 285 Förderer beim Bergfest nicht aufgebracht werden, auch dann, wenn das Wetter mal nicht so mitspielt, so der Bereitschaftsleiter.

Bürgermeister Johannes Müller dankte in seinem Grußwort für diese beeindruckenden Leistungen zum Wohle der Stadt. Regionalleiter Heinrich Lobmeier hob besonders das für den gesamten Bayerwald beispielgebende Engagement von Franz Seidl in der Jugendarbeit bevor. Darüber hinaus sei die Bereitschaft seit vielen Jahren Impulsgeber auch im Naturschutz. Er verwies dabei auf die nun bayernweit eingeführte Naturschutzprüfung.

Seit kurzem habe die Bereitschaft auch eine führende Rolle im Einsatzleitbereich übernommen. Dem Besuch der Strukturkommission zur Bewertung der Bergwacht-Einsatzgebiete Bayerns im kommenden Jahr sehe er deswegen sehr positiv entgegen. Ein wichtiger Wegbereiter zu diesen Erfolgen sei der frühere Bergwachtarzt in der Bereitschaft und auf Regionsebene Dr. Karl Lachenmeier, dem er die Ehrennadel für 40 Jahre aktiven Dienst verlieh. 1995 bekam er dafür bereits die höchste Auszeichnung der Bayerischen Bergwacht, das Leistungszeichen in Silber. Ein Vorbild für die Jugend, so Franz Seidl, als er die Bayerischen Vizemeister unter großem Applaus auf die Bühne holte.

Abschließend dankte er auch den Förderern für ihre langjährige Treue mit Urkunden: für 25 Jahre Gerhard Hruschka, Ludwig Meindl, Franz Vogl und Franz Zellner sowie für 40 Jahre Josef Dietz, Josef Einweck, Ferdinand Groß, Erwin Hornig, Anton Nachreiner sen., Ignaz Preisinger und Horst Tanner. Das Quintett Nachreiner sorgte schließlich für einen gemütlichen vorweihnachtlichen Ausklang des Bergwacht-Ehrenabends.

Autor: Bergwacht Furth im Wald

WissensBox-LOGIN

____________________

weitere Informationen

 

 

 

Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung

Bergwacht-Zentrum