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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsätze

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Ereignisreiches Wochenende bei der Bereitschaft Deggendorf

Das letzte Novemberwochenende begann eigentlich recht gut.

Alle Teilnehmer des DEFI-Kurses haben die Prüfung bestanden oder den Auffrischungskurs erfolgreich absolviert.

Im November sind die Lifte noch nicht in Betrieb und die Diensthütte ist nicht besetzt.

Ein Wochenende der Ruhe also, bevor je nach Schneelage ab Anfang Dezember die gesamte Dienstroutine im Lift- und Hüttendienst wieder zur Gewohnheit wird.

Doch falsch gedacht – am Samstag Nachmittag erhält die Bereitschaftsleiterin Margit einen Anruf mit der Bitte an die Bereitschaft an einer Suchaktion am Sonntag teilzunehmen.

Das Fahrzeug eines seit mehreren Tagen vermissten Bundespolizisten war im Dienstgebiet aufgefunden worden.

Das Fahrzeug war verlassen, das leere Pistolenholster liegt im Wagen, die Pistole ist unauffindbar.

Margit sagt zu und löst die Alarmierung aus :

Andy (einer der Anwärter) wird beauftragt alle Anwärter zu mobilisieren.

Mandi (Seniorengruppe) benachrichtigt alle verfügbaren Senioren und Rentner.

Margit selbst übernimmt den Rest der Mannschaft.

Sonntag 8.30 ist Treffpunkt im RK-Haus.

Als Fahrzeuge stehen zur Verfügung der Toyota-Jeep der Rettungswache Deggendorf und der 8-sitzer allrad-VW-Bus des Abschnittes Bayerwald.

Zur gleichen Zeit fährt die „Geißkopfmannschaft“ mit dem Toyota-Jeep der Rettungswache Bischofsmais los.

Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Hotel Rusel. Dort herrschen einige Minusgrade und es liegen ca. 25 cm Neuschnee.

Nach der Einsatzbesprechung mit Einsatzleiter Robert, Verteilung der Funkgeräte und Einteilung in Gruppen legen 25 Bergwachtler los und suchen das geplante Quadrat um den Aussichtspunkt Königstein ab.

Zwei GPS-Geräte vom RK zeichnen alle Bewegungen der Gruppe auf.

Kurz vor Beendigung der Suche um den Königstein kommt über Funk die Nachricht „Brotzeit ist unterwegs“.

Am Parkplatz des Klinikums Hausstein gibt es aus der Küche der Bundespolizei heiße Würstel, heiße Suppe, Kaffee und Tee – die Stimmung steigt wieder,

Nach der Brotzeit wird vereinbart, vom Startplatz der Hängegleiter ausgehend den Bereich östlich der Liftschneise (Haussteinlift) mit einer Suchkette zu durchkämmen.

Solch eine Aktion war bis zu diesem Zeitpunkt von der Bereitschaft noch nicht geübt, geschweige in der Praxis durchgeführt worden.

Nach anfänglichen Problemen bei der Aufstellung und dem Finden des richtigen Abstandes gibt der Einsatzleiter die Anweisung: „Suchkette Los“.

Das Gelände ist steil abschüssig, aber gangbar und teilweise mit Felsen und losen Steinbrocken durchsetzt – ein Gelände, das im Sommer eigentlich nicht betreten wird – und nun liegen bis zu 30 cm Neuschnee.

Immer wieder durchziehen waagerecht verlaufende Rückewege das Suchgebiet.

Auf jedem dieser Wege stoppt die Suchkette (aufgefordert über Funk), wartet auf Nachzügler und richtet sich erneut aus – dann geht es auf Funk-Zuruf weiter.

Kurz vor Erreichen der Verbindungsstrasse Schaufling – Rusel sind waagerecht verlaufende, parallele Fußspuren im Schnee zu sehen – Spuren einer Kette der Bundespolizei.

Die Bergwachtkette geht auf einem Rückeweg zu Talstation Haussteinlift.

Kurz vor Erreichen der Station kommt über Funk die Meldung „Person gefunden“.

Die Suchaktion wird abgebrochen und ein Jeep mit Besatzung fährt zum Fundort um die Leiche nach Absprache mit der KRIPO zu bergen.

Die Suchmannschaft der Bereitschaft Deggendorf bestand aus Anwärtern, erfahrenen Bergwachtmännern und aus Senioren (von denen einige über 70 Jahre auf dem Buckel haben).

Deshalb schrieb Margit in einem Mail den nachstehenden Satz :

 „Vor allem war es sehr schön, dass alte und junge Bergwachtler durchaus noch miteinander anderen helfen können“

 H. Goletz

Stellv. Bereitschaftsleiter 

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