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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Anekdoten

Im Folgenden werden kleine Anekdoten aus dem Tölzer Bereitschaftsleben erzählt.

Ereignis vom 28.04.1937 (aus: ,,Chronik der Freiwilligen Sanitätskolonne Bad Tölz")

Ein Ereignis des Gebirgsunfalldienstes der Wochenende für Wochenende seine Posten auf dem Blomberg, Zwiesel und Waldherralm bei jedem Wind und Wetter bezogen hat, erscheint im Tagebuch unter obigen Datum auf.
Im Einsatzbefehl steht, dass die Wachmannschaften erst ihre Posten verlassen durften, wenn der letzte Skifahrer die Hänge und Abfahrten verlassen hatte.

Dazu ein Tatsachenbericht vom gleichen Tag:

Nachdem kurz vor Einbruch der Dunkelheit die letzten Skiläufer die Zwieselhänge verlassen hatten, machten sich der Gruppenführer Luitpold B. mit seiner Mannschaft fertig, um hinter den letzten Wintersportlern über Gassenhofer-, Moar- und Waldherralm abzufahren. Am Moarhang stürzte der Gruppenführer dabei so unglücklich, dass er sich einen Knöchelbruch zu zog. Seine Kameraden versorgten ihren Gruppenleiter und bauten aus ihren Skiern einen behelfsmäßigen Skischlitten mit Tannenreisig als Polstermaterial. Die Mannschaft zog so den Verletzten bis zur Hüfte, selbst im Schnee versinkend, talwärts. Ein Sanitäter fuhr voraus um die Mannschaft der Waldherralm zu alarmieren. Dieser Melder wurde auch gleich nach Wackersberg weitergeschickt, um den Tölzer Sanitätswagen zu alarmieren. Denn auf der Waldherralm gab´s damals noch kein Telefon.
Die Mannschaft der Waldherralm stieg mit ihrem Sanitätsschlitten sofort auf und konnte nach ungefähr einer Stunde den verletzten Gruppenführer übernehmen und gemeinsam ging´s zur Waldherralm. Dort hoffte man das alarmierte Sanitätsauto vorzufinden. Nachdem der Wagen nach einer weiteren Stunde gegen 22.00 Uhr noch nicht eintraf, wurde der Verletzte Gruppenleiter mit dem Sanitätsschlitten nach Wackersberg befördert.
In Wackersberg erfuhr man, das der Sanitätswagen am Wackersberger Berg im Straßengraben liegen würde. Also weiter mit dem Sanitätsschlitten bis ins Krankenhaus Bad Tölz, das man gegen 2.00 Uhr ziemlich erschöpft erreichte.
Der Krankenwagen hatte am Berg einen Bremsschaden und keine Schneeketten, welche aber am nächsten Tag gekauft wurden.

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