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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsatz-Archiv 2016 der Bergwacht Oberstaufen

Zwei blockierte Wanderer aus der vereisten Brunnenauscharte geborgen

Landeplatz in der Brunnenauscharte, im Hintergund der Gipfel des Hochgrat (1834m)

Bergung am Hochgrat (1834m) mit zwei Hubschraubern  im letzten Tageslicht

Am Samstag den 30.01.2016 gegen 16.00 Uhr ging von zwei blockierten Wanderern per Handy bei der ILS in Kempten ein Notruf ein. Sie wollten von der Hochgratbahn Talstation aus auf einem im Sommer sehr beliebten Wanderweg auf den Gipfel des Hochgrat (1834m) steigen. Der Weg über die Brunnenauscharte führt durch einen nordseitigen Kessel und mündet auf  1600m Höhe in eine sehr ausgesetzte und von Felsen durchsetzten Steilpassage, die im Winter aufgrund des Schnees unpassierbar ist.

Circa 50 m unterhalb der Brunnenau-Scharte (siehe Bild links = Landeplatz der beiden Hubschrauber) kamen die beiden Touristen aus Niedersachsen im steilen und winterlichen Gelände nicht mehr weiter. Der Weg war tief verschneit, die Schneeoberfläche hart und teilweise vereist. Sie trugen Winterschuhe und Jeans, jedoch keine Bergausrüstung. Es ging nichts mehr vor  und zurück. Sie waren  blockiert und setzten den Notruf ab. Bis zum Gipfel hätten sie noch ca. 1 Stunde gehabt und wären bei kompletter Dunkelheit dort oben angekommen.

Aufgrund der rasch  einsetzenden Dunkelheit, eines merklich zunehmenden und böigen Windes verbunden mit dem Heranziehen einer Schlechtwetterfront entschied der Einsatzleiter der Bergwacht Oberstaufen sich zu einer möglichst raschen Bergung. Verschiedene Rettungsalternativen zwangen zur parallelen Bestellung von zwei Hubschraubern mit unterschiedlicher technischer Ausstattung. Mit Rettungshubschrauber Christoph 17 aus Kempten und Polizeihubschrauber Edelweiß 5 wurden zwei Bergretter oberhalb des Einsatzortes abgesetzt, seilten sich zu den Verstiegenen ab und führten sie so schnell als möglich in die Scharte hinauf zu den wartenden Hubschraubern. Die Retter schlugen Stufen in den harten Schnee, ein Geländerseil sicherte die beiden Herren zusätzlich. Im Hubschrauber verstaut ging es bei anbrechender Dunkelheit zum Tallandeplatz. Beide Hubschrauber flogen umgehend nach dem Ausladen bei vollkommener Dunkelheit zurück zu ihren Standorten.

Im Einsatz waren 5 Bergretter der Bergwacht Oberstaufen, Rettungshubschrauber Christoph 17 aus Kempten, Polizeihubschrauber Edelweiß 5 sowie die Integrierte Leitstelle in Kempten, die in bewährt routinierte Manier die erforderlichen Rettungsmittel organisierte.

Bildquelle: alle Bilder RTH Christoph 17, Kempten

BW Oberstaufen/30.01.2016

Ausstiegspassage in der Brunnenau auf 1600m Höhe

Winterschuhe und Jeans: nicht gegeignet für eine winterliche Tour im Gebirge!

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