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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsatz-Archiv 2013 der Bergwacht Oberstaufen

Bergung aus Buchenegger Wasserfällen, Nachteinsastz am Hochgrat (1834m)

Retter mit Patient am Bergetau 50 m unter Rettungshubschrauber Christoph 17
Aufnehmen des Retters am Hubschrauber
Absetzen von Retter mit Patient am Zwischenlandeplatz
Medizinische Versorgung
Allrad-Quad

Beim Ausflug zu den Buchenegger Wasserfällen entschied sich eine Urlauberfamilie mit ihren Kindern -allesamt mit Turnschuhen ausgerüstet- den befestigten Wanderweg zu verlassen und durch den steilen Tobelwald zu den oberen Wasserfällen zu gelangen. Dabei brach sich die 40-jährige Mutter beim Abstieg den Knöchel. Eine Einsatzmannschaft der Staufner Bergwacht rückte über die Alpe Neugreuth zur Unfallstelle vor. Da sich die Unfallstelle im Wald befand, wurde die Frau nach medizinscher Versorgung im Bergesack zur Weißach getragen, von wo sie von einem Felsen weg am 50m langen Bergetau am Christoph 17 hängend geborgen werde konnte.  Uneinsichtige Gaffer, die nicht aus dem Gefahrenbereich der Hubschrauberbergung weichen wollten,  erleichterten die Bergung nicht.

Im Anschluß wurde eine bewußtlose Person bei der Alpe Hörmoos gemeldet. Nach medizinischer Versorgung wurde der 68-jährige Wanderer wach und ansprechbar ins Krankenhaus nach Immenstadt geflogen.

Gegen 20.30 Uhr kam die letzte Einsatzmeldung von der Alpe Gratvorsäß am Hochgrat. Ein Urlauberpaar startete gegen 14.00 Uhr vom Hochgrat zum Rindalphorn. Auf dem Rückweg scheute man den steilen Anstieg zurück zum Hochgratgipfel und entschied sich für den Abstieg über die Brunnenauscharte und zur Talstation der Hochgratbahn. Für diese Tour sollte man als normaler Wanderer ca. 5 Stunden veranschlagen. Auf der Alpe Gratvorsäß im Brunnenaukessel angekommen, zwischenzeitlich war es dunkel, wandten sich die beiden an den Hirten, der daraufhin die Bergwacht alarmierte. Diese Alpe ist nur zu Fuß oder für einen geübten Fahrer mit dem Quad erreichbar. Beide Personen saßen kauernd vor der Hütte und wurden mit dem Bergwacht-Quad einzeln ins Tal zu ihrem Fahrzeug an der Talstation der Bahn gefahren.

Die beiden gaben an, sie verstünden die Schilder "Nur für Geübte" nicht so recht, die könnten ja nur für andere gemeint sein. Und außerdem hätten die Slipper des 68-jährigen Mannes ja ein gutes Profil (beide trugen Lederhalbschuhe, Kommentar der beteiligten Bergwachtfrau: "Die kann man ins Büro anziehen. Und so war ihre komplette Ausrüstung.") Unten angekommen gaben dann beide doch zu, daß sie den einstündigen Abstieg im Dunkeln von der Gratvorsäß nie mehr geschafft hätten.

Einsatzende war gegen 22.30 Uhr.

Im Einsatz waren insgesamt 4 Bergretter der Bergwacht Oberstaufen mit Gelände-Quad und Jeep sowie Rettungshubschrauber Christoph 17 aus Kempten.

BW Oberstaufen/07.09.2013

Flug am Bergetau 50 m unter Rettungshubschrauber Christoph 17
Per Huckepack zum beheizten Hubschrauber
High-Heels im Tiefschnee bei minus 10 Grad!

Unterkühltes Foto-Modell aus Wasserfällen gerettet

Bei Foto-Aufnahmen im Februar 2013 in den Hasenreuter-Wasserfällen bei Scheidegg im Westallgäu ist ein leicht bekleidetes Foto-Modell in Stöckelschuhen von der Bergwacht Oberstaufen und dem Rettungshubschrauber Christoph 17 (Kempten) gerettet worden.

Strahlendes Winterwetter und 40 cm Neuschnee bei Temperaturen unter minus 10 Grad versprachen perfekte Aufnahmen vor der bizarren Kulisse der Wasserfälle bei Scheidegg. Leider bedachten die Akteure bei der Kleidung nicht die tiefen Temperaturen und die daraus resultierenden Konsequenzen.

Ein Foto-Modell in "High-Heels" zog sich während der Aufnahmen eine starke Unterkühlung zu und wurde kurzzeitig ohnmächtig. Der alarmierte Landrettungsdienst konnte nicht bis zu den tief verschneiten Wasserfällen vordringen. Aufgrund des sich verschlechternden Zustandes war Eile geboten. Am 50m langen Tau des Rettungshubschraubers Christoph 17 konnte ein Staufner Bergretter die Dame in einer Crash-Bergung zwischen den hohen Bäumen aus dem Tobel fliegen. Per Huckepack im Laufschritt gings dann durch den Tiefschnee zum beheizten Rettungshubschrauber (siehe Bilder) und umgehend in die nächste Klinik.

Selbst der erfahrene und bestens ausgerüstete Bergwacht-Mann empfand den Flug 50m unterhalb des Hubschraubers als extrem-kalt, wobei die Rettung eines leichtgewichtigen Foto-Modells in High-Heels wohl einen besonderen Platz in seiner Bergwacht-Laufbahn einnehmen wird. Seine Bergwachten-Kameraden schmunzelten. 

BW Oberstaufen/14.02.2013

Schneeschuh-Wanderer aus Tobel gerettet

Rettung mit Hubschrauber am 50m-Bergetau aus dem Tobel

Bergwacht und Christoph 17 mit Neujahrs-Einsatz im Lanzenbacher Tobel

Lanzenbach bei Steibis
Am 50m-Bergetau unter dem Hubschrauber

Ein Ehepaar startete ihre Schneeschuhwanderung an der Hochgratbahn Talstation und wollte über die Mittelstieg-Alpe durch das Lanzenbacher Tobel zur Alpe Remelegg gelangen. Beim Abstieg in den Tobelgrund stürzte der Ehemann, blieb mit seinem Schneeschuh an einem Baum hängen, verdrehte sich sein Bein und stürzte dann ca. 20m den steilen Abhang bis zum Lanzenbach ab. Direkt am Bachlauf kam er zum Liegen. Beim Sturz  erlitt er eine komplizierte und schmerzhafte Luaxations-Fraktur im Sprunggelenk. Da die Ortsangabe sehr vage und der Melder nicht mehr erreichbar war, rückte die Berwgacht Oberestaufen mit Quad und Motorschlitten vom nahen Skigebiet Steibis aus und suchte den Verunglückten von zwei Seiten aus. Direkt im Tobelgrund, umringt von hohen Bäumen, konnte der Verunglückte gefunden werden. Nach medizinischer Erstversorgung vor Ort war klar, daß eine Bergung nur mittels Hubschrauber in Frage kam. Rettungshubschrauber Christoph 17 aus Kempten und ein Luftretter der Staufner Bergwacht flogen zur Unfallstelle und bargen den Mann aus dem Tobel. Aufgrund der hohen Bäume kam das 50m lange Bergetau am Hubschrauber zum Einsatz.

Der Verunglückte selbst ist Arzt, konnte aber aus verständlichen Gründen nicht helfen. Dafür unterstütze seine Frau -ebenfalls Ärztin- die Bergwacht-Mannschaft vor Ort.

Einsatzleiter Robert Kühnlein: "Wie schon im letzten Winter ereignen sich wieder Unfälle mit Schneeschuhgängern im alpinen Gelände abseits von Winterwanderwegen."

Einsatzende war gegen 14.30 Uhr. Im Einsatz waren 6 Bergretter der Bergwacht Oberstaufen, ein Motorschlitten sowie ein Raupenquad und RTH Christoph 17 aus Kempten.

BW Oberstaufen/02.01.2013

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