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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Einsatz-Archiv 2012 der Bergwacht Oberstaufen

Wieder ein Mal haben sich die Raupen-Quads der Bergwacht im Einsatz bewährt. Nur mit Ihnen kann man im unverspurten Tiefschnee Retter und Material transportieren.

Suchaktion nach erschöpftem Schneeschuhwanderer

Am Samstag den 8.12.2012 gegen 17.45 Uhr ging eine Meldung nach einem vermißten und erschöpften Schneeschuhgänger im Bereich zwischen Salmaser Höhe und Wiederhofen ein. Drei Tourengeher -1x Ski, 1x Schneeschuh mit Snowboard und 1x nurSchneeschuh- liefen auf der frisch und tief verschneiten Nordseite auf die Salmaser Höhe und befuhren das sog. Paradies. Snowboarder und Skifahrer stiegen noch mal auf, der Schneeschuhgänger machte allein sich auf den Heimweg. Erschöpft und mit vereisten Schneeschuhen kam er jedoch bei Einbrcuh der Dunkelheit nicht mehr weiter und saß in der Nähe der Hirnbein Alpe in einem kleinen Tobel fest. Über Handy konnte er seine Freunde alarmieren, die die Suchaktion asulösten. Die Bergwachten Immenstadt und Oberstaufen rückten von zwei Seiten aus, da die Ortsbeschreibungen sehr vage und teilweise verwirrend waren. Zwei Suchtrupps mit geländegängigen Raupenquads und eine Mannschaft auf Tourenski durchkämmten das Gebiet. Gegen 19.30 Uhr konnte der erschöpfte 21-jährige stark unterkühlt gefunden und von der Bergwacht Immenstadt geborgen werden.

Die sternenklare und bitterkalte Nacht wäre für ihn mehr als nur ungemütlich geworden.

Insgesamt waren 20 Bergretter und 2 Raupen-Quads im Einsatz.

BW Oberstaufen/09.12.2012

Absturzstelle oberhalb der Unterlauch-Alpe
Medizinische Versorgung durch Bergwacht und Notarzt Christoph 17

Gleitschirmabsturz am Hochgrat (1834m)

Am Mittwoch, den 18.07.2012 gegen 13.30 Uhr stürzte ein Gleitschirm-Pilot in der Nähe der Unterlauch-Alpe am Hochgrat (1834m) bei Oberstaufen im Oberallgäu aus ca. 20m Höhe ab. Durch den Aufprall in einem steilen Wiesenhang verletzte sich der 36-jährige Pilot schwer am Brustkorb und blieb regungslos liegen. Da der Hund der Alphirtin der Unterlauchalpe bellte, begab sie sich nach draußen und sah ca. 50 m oberhalb der Hütte den Verunglückten liegen. Ein Gast lief auf sie zu und infomierte sie über den Absturz, woraufhin die Integrierte Leitstelle Allgäu alarmiert wurde. 

Retter der Bergwacht Oberstaufen und Rettungshubschrauber Christoph 17 begaben sich zur Unfallstelle. Der Verunglückte war bei Bewußtseien, der Notarzt stellte schwere Verletzungen im Brustbereich fest. Nach der medizinischen Versorgung und vorsichtiger Umlagerung in ein Vakuumbett wurde der Gelitschirm-Pilot ins Klinikum Kempten zur weiteren Versorgung geflogen.

In der Höhe herrschte zu diesem Zeitpunkt ein starker und böiger Westwind. Aufgrund der Lage des Absturzortes in einem Nordkessel drehte sich der Wind ständig. Im Einsatz waren 5 Bergretter der Bergwacht Oberstaufen sowie Rettungshubschrauber Christoph 17 aus Kempten und zwei Beamte der Polizeistation Oberstaufen. 

BW Oberstaufen/18.07.2012

Klassiker am Hochgrat am Pfingstmontag

Schwere Sprunggelenksfraktur beim Abstieg mit profillosen Halbschuhen

Einen Klassiker barg die Staufner Bergwacht am Hochgrat (1834m). Beim Abstieg am sogenannten Wasserfall rutschte ein 73-jähriger Wanderer mit seinen profillosen Halbschuhen auf dem Kiesweg aus, stürzte und zog sich eine offene Knöchelfraktur zu. Von der Einsatzleitung wurde sofort Rettungshubschrauber Christoph 17 aus Kempten mit einem Notarzt zur Versorgung dieser zeitkritischen Verletzung angefordert. Nach notärztlicher Versorgung und stabilsierender Schienung wurde der Patient ins Krankenkenhaus nach Immenstadt geflogen.
 
Warum Klassiker?
Im Somer 2012 rückte die Bergwacht Oberstaufen zu insgesamt 68 Einsätzen aus, ein Drittel davon waren Knöchelverletzungen bzw. Knöchelfrakturen. 20 dieser Verunglückten trugen knöchelfreie Halbschuhe, meist ohne Profil oder nur mit Straßenprofil.

Einsatzende war gegen 14.30 Uhr.
Im Einsatz waren 4 Bergretter der Bergwacht Oberstaufen sowie Rettungshubschrauber Christoph 17 aus Kempten.

BW Oberstaufen/28.05.2012

Solche oder ähnliche Schuhe waren an 20 Knöchelverletzungen in 2011 und am Pfingstmontag 2012 beteiligt
Versorgung mit warmer Kleidung, Tee und Müsliriegel
Nächtlicher Aufstieg zur Alpe Morgen
Talfahrt auf dem Motorschlitten

Wieder nächtlicher Einsatz wegen Schneeschuhen auf der Nagelflukette

Am Donnerstag, den 15.03.2012 unternahm ein Urlauberpaar aus Norddeutschland zum ersten Mal in ihrem Leben eine Schneeschuhtour und stieg über den Imberg zur Falkenhütte auf. Gegen 14.30 Uhr liefen sie weiter Richtung Hochgrat und wunderten sich über den schmalen und steilen Weg. Spuren von Skitourengehern und anderen Schneeschuhen ermutigten sie jedoch immer wieder, weiter zu gehen. Bei Sonnenuntergang erreichten sie den Gipfel des Seelekopf und sahen die Lichter des Staufner Hauses. Beim Abstieg über den schmalen und teils ausgesetzten Grat vom Seelkopf nach Osten verließ sie jedoch der letzte Mut: „Schon wieder so schmal und steil!“ war ihr Kommentar gegenüber der Bergwacht später. Sie stiegen –besser gesagt rutschten und fielen- die steile Südseite hinunter zur südlichen Lauachalp (1425m) und setzten von dort einen Hilferuf ans Aquaria ab, da sie auf dem Oberstaufen Plus-Prospekt diese Nummer als einzige fanden. Die zerschlissenen Hosen des Mannes sprachen Bände.

Aufgrund der widersprüchlichen Aussagen konnte der genaue Standort zuerst nicht definiert werden, das GPS im Handy des Schneeschuhgängers konnte nicht bedient werden. Erst der Hinweis, dass es sich um zwei Hütten handle, die ganz dicht beinander standen brachte die Staufner Bergretter auf die richtige Spur. Später, als die Retter bereits unterwegs waren, wurde gemeldet, dass man nun an der Hütte ein Schild gefunden habe mit der Aufschrift „Südliche Lauchalp“.

Drei Bergwächtler fuhren mit Tourenski zur Südlichen Lauchalp ab, versorgten sie mit Tee und Müsliriegel und führten die beiden langsam wieder auf den Grat bei der Alpe Morgen zurück, wo man gegen 22.45 Uhr eintraf. Von dort wurden sie mit Raupenquad und Motorschlitten zur Hochgratbahn Talstation gefahren. Der Mann ging wegen einer beim Abstieg vom Seelekopf erlittenen Hüftprellung vorsorglich ins Krankenhaus. Für den Schäferhund war die ganze Aufregung nicht nachvollziehbar. Er hatte sichtlichen Spaß an der nächtlichen Tour.

Dies war innerhalb von 5 Wochen bereits der dritte Einsatz wegen Schneeschuhwanderern auf dem schmalen Gratweg zwischen Hochgrat und Falken. Dieser Gratweg ist ein reiner Sommer-Wanderweg. Im Winter wird er vereinzelt von Skitourengehern begangen, erfordert aber aufgrund des schmalen Grates und den zwar kurzen, aber steilen Passagen  große Erfahrung und Können. Im Winter ist es eine technisch sehr anspruchsvolle Tour, aufgrund der vielen schrägen Passagen für Schneeschuhe denkbar ungünstig.

Einsatzende war 24.00 Uhr. Im Einsatz waren 6 Bergretter der Bergwacht Oberstaufen. Ein im Anflug befindlicher Polizeihubschrauber zur unterstützenden Suche  konnte aufgrund des Auffindens der Personen wieder abdrehen.

 

BW Oberstaufen/16.03.2012

Abgestürzte Schneeschuh-Wanderin am Seelekopf

Abseilstelle in den Seelekessel

Absturzstelle (Archiv-Bild)
Warm eingepackt in eine Bergwacht-Jacke, gesichert am Seil und sichtlich erleichtert nach der Bergung

Innerhalb von vier Wochen der zweite Absturz mit Schneeschuhen

(siehe auch Bericht unten)

Am Sonntag den 11.03.2012 unternahm eine vierköpfige Gruppe eine Schneeschuhtour von der Hochgratbahn-Talstation über das Rindalphorn auf den Hochgrat und  zum Staufner Haus. Nach einer Rast in der DAV Hütte ging die Gruppe bei Nebel weiter zum Seelekopf und wollte über den steilen Seelekessel absteigen.

Beim Einstieg vom Gratweg in den Kessel rutschte eine 47-jährige Schneeschuhwanderin ab und stürzte über eine steile Flanke ca. 20 m ab. Auf einem kleinen Band an einem Baum blieb sie liegen und zog sich eine Fußverletzung zu.

Ein Mitglied der Gruppe lief zurück zum Staufner Haus und alarmierte die Bergwacht. Aufgrund starken Nebels war eine Suche und Bergung mit dem Hubschrauber nicht möglich. Gegen 17.45 Uhr erreichte ein Voraustrupp die Absturzstelle und konnte sich zur Verletzten abseilen. Gegen 18.30 Uhr traf die Rettungsmannschaft auf Tourenski ein und begann mit der Bergung der Abgestürzten zurück auf den Gratweg. Warm eingehüllt in eine Bergwacht-Wärmejacke konnte die stark humpelnde Frau mit Unterstützung ihrer Retter ganz langsam und am kurzen Seil geführt in Richtung Alpe Morgen am Hochgrat gebracht werden. Von dort wurde sie mit dem Raupenquad der Staufner Berwgacht ins Tal gefahren. Gegen 20.30 Uhr war der Einsatz abgeschlossen. Der Einsatz hätte wesentlich früher eingeleitet und abgeschlossen werden können, wenn sich die Gruppe zu einer Alarmierung über Handy entschlossen hätte. Eine Verbindung zum Unfallort konnte durch die Bergwacht nach der Alarmierung am Staufner Haus hergestellt werden.

Dieser Unfall war bereits der zweite Absturz eines Schneeschuhwanderers auf dem schmalen Gratweg zwischen Hochgrat und Falken innerhalb von 4 Wochen. Dieser Gratweg,  auch als Premium-Wanderweg „Luftiger Grat“ bezeichnet, ist ein Sommer-Wanderweg. Im Winter wird er vereinzelt von Skitourengehern begangen, erfordert aber aufgrund des schmalen Grates und den zwar kurzen, aber steilen Passagen große Erfahrung und Können. Im Winter ist es eine technisch sehr anspruchsvolle Tour.

Im Einsatz waren 12 Bergretter der Bergwacht Oberstaufen.

BW Oberstaufen/12.03.2012

Lawinenabgang in Steibis

Raupenquad auf der Fahrt in Richtung Imberg

Entgegen ersten Meldungen keine Personen verschüttet

Nach heftigen Schneefällen bei starkem Wind in der Nacht von 14. auf 15.02.2012 sahen mit der Bahn nach oben fahrenden Skifahrer zwei andere Wintersportler, die sich in einem Bereich abseits der präparierten Piste befanden. Bei nebeligen Sichtbedingungen mit Schneefall konnten mehrere Schneebretter in diesem Bereich bemerkt werden. Aufgrund dieser Feststellungen wurde gegen 12.40 Uhr die Bergwacht informiert, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass zwei Ski- und Snowboardfahrer - die diesen Bereich befahren hatten, der bereits am Vormittag gegen 08 Uhr von der Lawinenkommission gesperrt worden war - von einem der Schneebretter erfasst worden waren. Entsprechende Suchmaßnahmen wurden eingeleitet.

Insgesamt 16 Einsatzkräfte der Bergwacht Oberstaufen sowie acht Beamte der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei waren im Einsatz. Im Rahmen der Suchmaßnahmen wurden von der Bergwacht auch die beiden Personen angetroffen, die den gesperrten Bereich befahren hatte. Diese waren nicht von einer Lawine erfasst worden.Nachdem aufgrund der Suchmaßnahmen und dem Antreffen der beiden Personen feststand, dass keine Personen von der Lawine verschüttet worden sind, konnten die Suchmaßnahmen gegen 14 Uhr abgebrochen werden. Drei Lawinensuchhunde, die sich bereits auf der Anfahrt befanden, kamen nicht mehr zum Einsatz.

Für den präparierten Pistenbereich bestand aufgrund der Schneebretter zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Der von der Lawinenkommission gesperrte Fußweg ist entgegen ersten Informationen nicht von den abgegangenen Schneebrettern betroffen gewesen und war aufgrund der Sperrung zu diesem Zeitpunkt nicht geräumt und somit nicht begehbar.

BW Oberstaufen/16.02.2012

Abgestürzter Schneeschuh-Wanderer auf der Nagelfluhkette

Eine typische Passage auf dem Gratweg: steil und felsdurchsetzt, südseitig oft aper. (Archiv-Bild)

Helm bewahrte den Verunfallten vor Kopfverletzungen

Eine mehrköpfige Schneeschuh-Wandergruppe lief am Sonntag den 12.02.2012 vom Hochgrat über den Gratweg Richtung Falkenhütte und wollte über die Oberstiegalpe zurück zur Hochratbahn-Talstation. Beim Aufstieg zum Eineguntkopf rutschte ein 36-jährige Wanderer mit seinen Schneeschuhen an einer steilen Stelle auf dem Schnee ab. Unglücklicherweise ging wenige Tage vorher genau unterhalb dieser Stelle eine kleine Grundlawine ab und legte den darunterliegenden Fels frei. Der Mann stürzte über ca. 15 m Felsgelände ab, stach im Schnee ein und überschlag sich mehrfach im Steilgelände. Nach ca 50 m kam er auf einer schmalen Schneerippe des Lawinenstaus zum liegen. Beim Anflug mit dem Rettungshubschrauber Christoph 17 war zu erkennen, dass zwei Begleiter den Mann sicherten. Der Einsatzleiter der Bergwacht konnte in der Nähe aus dem schwebenden Hubschrauber aussteigen und zum Patienten abklettern.

Einsatzleiter Christoph Berkmann: „Aufgrund der Exponiertheit des Geländes mussten die Begleiter den Verletzten festhalten, um ihn vor einem weiteren Absturz zu bewahren. Mit dem Bergetau am Rettungshubschrauber flogen wir den Verletzten zur Falkenhütte, wo der Notarzt von Christoph 17 die weitere medizinische Versorgung vornahm. Eine umfangreiche medizinische Versorgung an der Unfallstelle war aufgrund der Steilheit, den tiefen Temperaturen und dem eisigen Ostwind nicht möglich. Gott sei Dank trug der Abgestürzte einen Helm, der ihn vor möglichen Kopfverletzungen bewahrte.“

Der Gratweg zwischen Hochgrat und Falkenhütte, auch als Premium-Wanderweg „Luftiger Grat“ ausgeschrieben, ist ein Sommer-Wanderweg. Im Winter wird er vereinzelt von Skitourengehern begangen, erfordert aber aufgrund des schmalen Grates und den zwar kurzen, aber steilen Passagen große Erfahrung und Können. Im Winter ist es eine technisch sehr anspruchsvolle Tour.

Insgesamt wurden an diesem Wochenden in den Staufner Bergen und Skigebieten 8 Einsätze sowie mehrere Hilfeleistungen von der Bergwacht durchgeführt.

 

BW Oberstaufen/12.02.2012

Variantenfahrerin und Speedglider am Hochgrat von Bergwacht geborgen

Hochgrat (1834m): Die Rinne in der rechten Bildhälfte ist der Hochgratgraben
Hochgratgraben
Anflug Christoph 17
Versorgung Speedglider

Insgesamt 15 Einsätze am Wochenende

Am Samstag den 28.01.2012 gegen 13.00 Uhr befuhren zwei Variantenfahrer den Hochgratgraben, eine ca. 35 bis 40 Grad steile Rinne in der Nordflanke des Hochgrats (1834m) bei Oberstaufen im Oberallgäu. Im Wald unterhalb der Farnach-Alpe stürzte die Skifahrerin aus dem Westallgäu, verletzte sich am Knie und konnte nicht mehr weiterfahren. Ihr Begleiter fuhr zur Hochgratbahn ab und alarmierte die Bergwacht Oberstaufen, die zur gleichen Zeit gerade eine Lawinenfortbildung für Einsatzleiter im Variantengelände am Hochgrat durchführte. Aufgrund der Schneelage und Steilheit des Geländes konnte der Unfallort mit dem Raupen-Quad nicht erreicht werden und so stieg eine Mannschaft mit Tourenski und Akja zur verletzten Person auf. Starker und ständig wechselnder Nebel ließen eine Bergung mit dem Hubschrauber nicht zu. Kurz vor Eintreffen der Akja-Mannschaft am Unfallort stieg der Nebel nach oben und Rettungshubschrauber Christoph 17 konnte diese kurze Wetterbesserung für einen Anflug und die Bergung nutzen.

Die Variantenfahrer waren vorbildlich ausgerüstet mit Lawinen-Verschütteten-Suchgerät, Schaufel und Sonde. Vor ihrem Skitag informierten sie sich anhand des Lawinenlageberichtes über die aktuelle Gefahrensituation im Variantengelände.

Im Einsatz waren 8 Einsatzleiter der Bergwacht Oberstaufen sowie Rettungshubschrauber Christoph 17 aus Kempten.


Am Sonntag verunglückte ein Speedglider, eine Kombination aus Gleitschirm und Skifahrer, am Hochgrat.  Der 27-jährige flog mit seinem Schirm in ca. 4 m Höhe in einen Baum am Eibelehang und verletzte sich schwer. Mit Verletzungen im Gesicht, an der Hand und am Unterschenkel wurde er von der diensthabenden Einsatzmannschaft geborgen, mit dem Akja unterhalb der Nebelgrenze verbracht und mit Rettugshubschrauber Christoph 45 aus Friedrichshafen ins Krankenhaus geflogen. Christoph 17 konnte wegen starkem Nebel nicht von Kempten nach Oberstaufen gelangen.

In den Staufner Skigebieten am Hochgrat, in Steibis und Hündle-Thalkirchdorf wurde die Bergwacht Oberstaufen am Wochenende zu insgesamt 15 Einsätzen gerufen.

BW Oberstaufen/29.01.2012

Vater mit Sohn und Schlitten in Bergnot

Ausflug endete bei eisigen Temperaturen in Tobel 

Am Sonntag den 15.01.2012 nimmt der diensthabende Einsatzleiter der BW Oberstaufen gegen 16.00 Uhr folgende Meldung der Intgerierten Leitselle Allgäu entgegen:  "Vater und Sohn mit Schlitten im freien Gelände zwischen Hochgrat und Imberg ,erschöpft, Vater weiß nicht mehr wohin.“
Alle Versuche, den Melder telefonisch zu erreichen schlagen fehl.

Aufgrund der bedrohlichen Lage für Vater und Sohn -fortgeschrittene Tageszeit mit nahender Dunkelheit und tiefen Temperaturen- entscheidet die Einsatzleitung auf sofortige Suche. Unterstützt wird die Suche aus der Luft durch Rettungshubschrauber Christoph 17 aus Kempten.

Mit Quad und Motorschlitten sowie auf Tourenski zu Fuß wird das großräumige Gebiet nördlich und südlich des Lanzenbacher Tobels abgesucht. Gegen 17.00 Uhr konnte der Mann mit seinem fünfjährigen Sohn in der Alpe Oberstieg ausfindig gemacht werden. Die Suche wurde daraufhin abgebrochen.

Die beiden waren auf einem präparierten Winterwanderweg unterwegs, als der Vater die Spuren von Ski-Tourengängern aus dem Lanzenbacher Tobel herauf entdeckte. Da er fälschlicherweise annahm, es handle sich um eine Abkürzung, folgte er diesen. Die beiden enden –tief im Schnee einsinkend- im tiefen Tobel vor dem Wasser und wissen nicht mehr weiter.  Die Sonne war bereits hinterm Horizont verschwunden, die Temperatur betrug ca. minus 15 Grad. Daraufhin erfolgt die Alarmierung über Handy und Notruf.

Während der anlaufenden Suche kämpft sich der Vater mit seinem Sohn und Schlitten durch die Schneemassen wieder bergauf und kann die bewirtschaftete Alpe Oberstieg erreichen, wo die beiden von den Wirtsleuten fürsorglich mit warmen Getränken und warmer Kleidung versorgt werden. Mit Quad und Motorschlitten der Bergwacht werden die beiden nach Steibis zur wartenden Mutter zurückgebracht.

Im Einsatz waren 30 Männer der Staufner und Immenstädter Bergwacht, zwei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei sowie RTH Christoph 17 aus Kempten. Die Imbergbahn unterstützte die Suche mit einem verlängerten Bahnbetrieb und der Bereitstellung von Pistenwalzen für einen eventuellen Nachteinsatz.

BW Oberstaufen/16.01.2012

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