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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.

Gründung der Bergwacht-Bereitschaft Pfronten

Die Bergwacht Pfronten wurde im Juni 1935 von sieben Einheimschen gegründet: Franz Haff, Rudl Lotter, Ludwig Hensel, Karl Scholz, Hans Gmeinder, Ludwig Eberle und Hans Reng, der als Initiator die Bereitschafsleitung übernahm.

Der Gebirgsunfalldienst (GUD) existierte zu dieser Zeit vermutlich noch. Ob die Mitglieder jedoch parallel zur Bergwacht tätig waren oder sich in diese integrierten, ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Jedenfalls löste sich der GUD bald auf. 

Die neue Bereitschaft Pfronten gehörte zum Bergwachtabschnitt Allgäu und somit zur bayerischen Bergwacht. Gemeinsames Symbol war ein grünes Kreuz. Nach drei Jahren hatte sich die Mitgliederzahl auf etwa 30 erhöht und jeder Mann war gefordert. Der Bergtourismus boomte, und aufgrund der politischen Verwischung der Grenzlinie zwischen Allgäu und Tirol umfasste das Einsatzgebiet für einige Zeit sogar die gesamten Tannheier Berge.

Die damaligen Rettungsgeräte waren einfach und von behelfsmäßiger Natur. Für den planmäßigen (heute organisierten) Einsatz im Abschnitt Allgäu (heute Region Allgäu) gab es nur einen Bergesack, der zur Skiverschraubung oder zum Abseilen mit der Holztragestange eingesetzet wurde, sowie den "Grammingersitz", eine Sitztrage, welche das Münchner Ausbildungsidol Ludwig Gramminger entwickelt hatte. 

Entstehung des Bergrettungsdienstes Pfronten

1924 formierte sich in Pfronten erstmals eine Ortsgruppe der Allgäuer Bergwacht, eine Handvoll Idealisten, die sich jedoch wenige Jahre später wieder auflöste.

Bald rückte jedoch ein Name ins Licht, der bis heute in lebendiger Erinnerung geblieben ist: Alois Rindfleisch, Bergführer und langjähriger Wirt der "Pfrontnerhütte" (heute Bad Kissinger Hütte), bekannt als der "Loisl".

Im August 1926 war der Abstieg durch die Eisenbrech (Klamm vom Plattenbach, heute als Reichenbachklamm bekannt) nach einem starken Unwetter vermurt und unbegehbar geworden. Hunderten von Touristen war dadurch der Weg ins Tal abgeschnitten; Hilfe von außen wurde benötigt. Dies veranlasste Alois Rindfleisch zur Gründung einer eigenständige Rot-Kreuz-Gemeinschaft Pfronten. 

Schnell fanden sich Männer im Geiste von Henry Dunant, dem Gründer des Roten Kreuzes von 1859, zusammen, um nach dessen Devise "Wir sind alle Brüder" Hilfe von Mensch zu Mensch zu leisten. Die Rot-Kreuz-Kolonne Pfronten war geboren. Aufgrund seiner Erfahrungen als Hüttenwirt erkannte Rindfleisch auch die Notwendigkeit, eine gebirgstaugliche Truppe auszubilden, um in Bergnot geratenen Touristen zu helfen. So rief er 1928 innerhalb der Kolonne zu einem Gebirgsunfalldienst (GUD) auf. Die Resonanz war positiv und Alois Rindfleisch gelang es, eine kleine Mannschaft zu bilden, die sich durch zahlreiche Rettungseinsätze große Verdienste erwarb. Als Rettungsgeräte dienten Schalenggen (Hörnerschlitten) oder improvisierte Hilfsmittel aus Skiern, Stöcken, Zweigen und Schnüren.

In den 80er und 90er Jahren stand die Hubschrauber-Rettung ganz im Zeichen von Bell und Bo.

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