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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Dienstag, 26. September 2017

Lange Nacht für die Bergwachten Garmisch-Partenkirchen und Grainau

Wie schon vor zwei Wochen waren die Bergwacht-Bereitschaften Garmisch-Partenkirchen und Grainau in der Nacht von Donnerstag auf Freitag bei zwei Einsätzen gefordert.

Um 22:30 Uhr wurde die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen von den Kameraden der Bergwacht Grainau zur Unterstützung bei einem Einsatz an der Zugspitze gerufen: Zwei Bergsteiger waren auf dem Weg durch das Höllental zur Zugspitze und kamen im tiefen Schnee in der Nähe der Irmerscharte nicht mehr vor noch zurück. Nachdem eine Bergung mit dem Hubschrauber nicht möglich war – die Verhältnisse erlaubten keinen Winchvorgang – wurde ein bodengebundener Einsatz gestartet. Gemeinsam mit den Kameraden der Bergrettung Ehrwald und zwei Notärzten fuhr die insg. 16 Mann starke Truppe mit der Ehrwalder Zugspitzbahn auf den Gipfel und machte sich von dort um Mitternacht auf den Weg zu beiden Wanderern. Deren Zustand hatte sich mittlerweile drastisch verschlechtert; einer der beiden war stark unterkühlt und zwischenzeitlich bewusstlos. Eine Gruppe seilte zu den Patienten ab, während eine zweite Gruppe von Bergrettern die Seilsicherungen für den Rücktransport installierte. Glücklicherweise konnten beide Patienten rasch lokalisiert und stabilisiert werden. In zwei Gruppen wurden die beiden Bergsteiger auf den Gipfel der Zugspitze gebracht. Der tiefe Schnee gepaart mit dem kritischen Zustand des einen Patienten erforderte die ganze Kraft der gesamten Mannschaft. Um 2:00 Uhr befanden sich beide Patienten und alle Bergretter wieder auf dem Zugspitzgipfel; gegen 3:30 Uhr war der Einsatz beendet.

Parallel zum obigen Einsatz wurde die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen um 0:30 Uhr über die Leitstelle zu einer Vermisstensuche im Bereich Kuhflucht/Fricken alarmiert. Zwei junge Männer waren am Nachmittag über die Kuhfluchtfälle aufgestiegen, und hatten sich dann aus den Augen verloren. Einer der beiden stieg ab und alarmierte am Abend die Polizei, um seinen Freund vermisst zu melden. Der Einsatzleiter der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen entschloss sich darauf hin, zu Luft und parallel bodengebunden vorzugehen und alarmierte sowohl die Hundestaffel und die Kameraden der Bergwacht Oberau zur Unterstützung, als auch einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera. Als dieser eintraf, konnte die vermisste Person rasch auf ca. 1000m Höhe geortet werden. Die genaue Ortsangabe durch die Hubschrauberortung ermöglichte der Mannschaft am Boden, den Mann schließlich gegen 4 Uhr zu finden. Nach der Erstversorgung wurde er ins Tal geführt und ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen gebracht. Um 6 Uhr war auch dieser Einsatz für alle Beteiligten beendet.

 

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