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Die Bergwacht Bayern ist Gründungsmitglied der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen.
Sonntag, 9. Juni 2013

Verstiegene Person im Höllental

Grainau/Höllental - Zugspitz-Aspirant wird von Bergwacht Grainau und SAR-Hubschrauber aus hochalpinem Gelände gerettet

Am Samstag, den 09. Juni 2013, wurden der Einsatzleiter sowie die Mannschaft der Bergwacht Grainau um 16:37 Uhr alarmiert. Ein 33-jähriger Bergsteiger aus Belgien war im Aufstieg zur Zugspitze vom Weg abgekommen und nun in schwierigem, hochalpinen Gelände blockiert. Durch einen Rückruf bei dem Betroffenen wurde seine Position eingegrenzt.

Der sofort angeforderte SAR-Hubschrauber der Bundeswehr traf gegen 17:15 Uhr am Landeplatz in Grainau ein und machte sich kurz darauf auf mit zwei Bergrettern auf den Weg ins Höllental. Nach etwa zehn Minuten war der Verstiegene entdeckt. Er hatte auf dem Höllentalferner den Abzweig zum oberen Klettersteig übersehen und war dem Gletscher geradeaus aufwärts gefolgt. Dabei stieg er eine mit Schnee gefüllte Rinne hinauf, die von der sog. Irmerscharte herunterzieht. Nach ein paar Metern in brüchigem Fels konnte er schließlich weder vor noch zurück.

Nach der ersten Lage der Bergretter vor Ort wurden noch drei weitere Einsatzkräfte nach oben geflogen, ausgestattet mit umfangreichem Sicherungsmaterial für Fels und Eis, welches in diesem schwierigen Gelände nötig war. Das sich verschlechternde Wetter und die sinkende Wolkendecke erschwerten den Einsatz für Bergretter und Hubschrauberbesatzung zusätzlich. Schritt für Schritt kämpften sich die Einsatzkräfte bei kalten Temperaturen und unter Beachtung der durchaus vorhandenen Lawinengefahr durch Schnee, Eis und Fels, vorbei an einem Wasserfall, zum Verstiegenen.

Nach etwa einer Stunde war der Bergsteiger wieder am Wandfuss. Aufgrund der gesunkenen Wolkendecke konnte der Hubschrauber jedoch den Geretteten und die Bergretter nicht direkt abbergen, sodass alle zu Fuss bis auf etwa 2500 Meter absteigen mussten. Von dort wurden alle Beteiligten in zwei Flügen ins Tal verbracht und der Gerettete einem Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes übergeben.

Insgesamt waren 7 Mann der Bergwacht Grainau, das Bergrettungsfahrzeug Grainau sowie der SAR-Hubschrauber Landsberg 58 der Bundeswehr etwa 4,5 Stunden lang gefordert.

Autor: Bergwacht Grainau

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