Aktuelle Einsätze

08.03.2010

Oberaudorf-Lawineneinsatz Großer Traithen

Skitour endet für Inntaler tödlich

04.03.2010

Nach eisiger Nacht im Klettersteig unverletzt gerettet

Salzburger Bergsteiger müssen wegen Wettersturz im Hochthron-Klettersteig übernachten

03.03.2010

Oberschenkelbruch beim Langlaufen

IMMENSTADT - Eine 75-jährige Langläuferin stürzte bei einer Abfahrt so unglücklich, dass sie sich...

Aktuelle Nachrichten

09.03.2010

Kräftemessen der Bergwachten am Obersalzberg

Berchtesgaden - Bergwacht Berchtesgaden erinnert mit 24. Gedächtnislauf an Anton Wein

10.02.2010

Transalp Lehrgang Notarzt Bergrettung/Bergwacht

Der Bergwacht Notarzt spielt im Team der Einsatzkräfte eine wesentliche Rolle. Er ist für die...

04.02.2010

LEHRGANG WINTERRETTUNG DER BERGWACHT ALLGÄU

Anwärter übten vom 17. - 22.01. für die Winterprüfung der Bergwacht Bayern

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Unsere Chronik

Die Bereitschaft Weißenstadt wurde im Jahre 1923 von Vertretern von Fichtelgebirgsverein, Forst und Sanitätskolonne ins Leben gerufen. Vieles musste hart erkämpft werden, doch gerade in den letzten Jahren, die viele Neuerungen für uns mit sich brachten, konnte sich unsere Bereitschaft Dank des unermüdlichen Einsatzes zahlreicher aktiver Kameraden in der Region Fichtelgebirge einen Namen machen und ist heute nicht mehr weg zu denken.

1923

Es war im Jahr 1923, als der Fichtelgebirgsverein und Förster Kade als Vertreter der Forstverwaltung die Gründungsversammlung einberiefen. Man setzt sich im Gasthof Welzel zusammen, um die Bergwachtbereitschaft Weißenstadt ins Leben zu rufen. „Den Wald zu schützen“ und „dem Wanderer bei Unglücksfällen Erste Hilfe zu leisten“ sind die gesteckten Ziele. Die Mannschaft der ersten Stunde setzt sich aus folgenden Mitgliedern der Sanitätskolonne Weißenstadt und dem FGV zusammen: Förster Kade, Heinrich Raithel, Georg Will, Georg Schuster, Kurt Purfürst, Hans Döhler, Christian Tröger, Christoph Ackermann, Herrmann Dittmar.

1928

Erster Bereitschaftsleiter wird Heinrich Raithel. Er übt dieses Amt vorbildlich und mit großem Erfolg bis 1928 aus. Unter seiner Führung wächst die Bereitschaft schnell auf 28 Aktive an, neun davon sind sogar voll ausgebildete Sanitäter des Roten Kreuzes.

Als Einsatzgebiet wird der Bergwacht Weißenstadt der Schneeberg zugeteilt. Die alte Hütte nahe dem Backöfele dient zunächst als Stützpunkt für die Streifendienste. Bereits 1928 errichtet der FGV eine neue Hütte, die der Bergwacht zur Verfügung gestellt wird.

Im selben Jahr übernimmt Karl Schlarb das Amt des Bereitschaftsleiters. Die Bergwacht festigt sich, die Mitgliederzahl wächst.

1938 - 1945

Einen Rückschlag bringt der 2. Weltkrieg. Die Streifendienste können, wenn auch nur von wenigen Aktiven, notdürftig aufrechterhalten werden.

1949

Unter der Führung von Christoph Hager beginnt man damit, die während des 2. Weltkrieges stark beschädigte Hütte zu renovieren. Und schon Pfingsten 1950 kann man sie mit einem zünftigen Hüttenfest einweihen.

Doch der Rückschlag lässt nicht lange auf sich warten. Im Herbst des selben Jahres wird die Hütte von der Besatzungsmacht beschlagnahmt und der Schneeberggipfel zum militärischen Sperrgebiet erklärt.

Aber sofort plant man mit Hilfe des Forstamtes Weißenstadt und der Hauptgeschäftsstelle des FGV eine neue Hütte. Sie soll an der Forstgrenze zwischen Weißenstadt und Bischofsgrün an der „Saugasse“ entstehen.

1953

Die neue Hütte in der Waldabteilung „Weißer Fels“ wird eingeweiht. Sie wurde mit sehr viel Mühe und Fleiß von Bereitschaftsleiter Walter Ackermann, den Bergwachtmännern und dem Fichtelgebirgsverein erbaut.

Doch viele Kameraden sehnen sich trotzdem immer wieder und immer noch hinauf zur alten Hütte neben dem Backöfele am Schneeberggipfel.

1955

Die Bereitschaftsleitung wird von Karl Ruckdäschel übernommen.

1962

Um im Winter trockenes Holz zu haben, wird 1962 unter Leitung von Adolf Hösch eine Holzlege an die Hütte angebaut.

1966

Der Holzfußboden in der Hütte wird durch eine Betondecke ersetzt.

1972

Die Terrasse wird erneuert und der Innenraum der Hütte neu ausgestattet.

Bereitschaftsleiter wird Erich Vetter, der das Amt 21 Jahre, von 1972 bis 1993 ausübt.

1978

Bereitschaftsleiter Erich Vetter führt ein Gespräch mit Vertretern der Bundeswehr auf dem Schneeberg. Es wird gestattet, dass Verletzte bis zum Eintreffen des Rettungswagen bei der Bundeswehr untergebracht werden können. Auch das Telefonieren in Notfällen wird gestattet. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass die militärischen Einrichtungen nur mit Personalausweis betreten werden dürfen.

Die Bergwacht Weißenstadt feiert am 18. Juni 1978 das 25-jährige Hüttenjubiläum der Diensthütte am „Weißen Fels“.

Am 01.Dezember 1978 erhält die Bergwacht zusammen mit der Sanitätskolonne einen Unterrichtsraum im alter Grasyma-Gebäude.

1984

Die Bergwachtbereitschaft Franken löst sich auf. Die meisten Bergwachtler werden von der Bereitschaft Weißenstadt übernommen. Auch ein Teil der Naturschutzstreifen, die Franken betreut hat, werden übernommen.

1988

Die Bergwacht bekommt von der Stadt Weißenstadt einen neuen Raum in der Schule zur Verfügung gestellt. Er dient der Bergwacht als Ausbildungs- und Depotraum.

1989

Um im Winter das große Loipennetz Waldstein – Epprechtstein – Rudolfstein besser betreuen zu können, erhält die Bergwacht Weißenstadt einen Motor-Rettungsschlitten. Der Schlitten wird auch durch Spenden von einheimischen Firmen mitfinanziert.

1990

Nach der Granzöffnung zur damaligen DDR wird Kontakt mit den Kameraden vom ehemaligen Bergunfalldienst der Stadt Goldlauter in Thüringen aufgenommen, zu denen heute noch eine freundschaftliche Beziehung besteht.

1993

Die Bergwacht veranstaltet zusammen mit dem FGV das 40-jährige Hüttenjubiläum der Bergwachthütte am „Weißen Fels“.

Zum neuen Bereitschaftsleiter wird Gerhard Dittmar gewählt.

1996

Nach dem Abzug der US-Army am 30.04.92 und der Bundeswehr am 31.03.93 vom Schneeberggipfel kauft der Landkreis Wunsiedel einen Teil des ehemaligen US- Sperrgebietes und ermöglichte so den Wanderern ab dem 29.08.96 wieder den freien Zugang zum Schneeberggipfel und zum Backöfele.

Die alte Bergwachthütte, die unsere Großväter und Väter mühselig und mit viel Schweiß erbaut hatten, wird trotz großer Bemühungen und heftiger Proteste der Bergwacht und des FGV abgerissen!

Aufgrund des sehr stark angewachsenen Touristenstroms zum Schneeberggipfel, und um die Wanderer besser betreuen und in Notsituationen schnelle Hilfe leisten zu können, bemüht sich die Bergwacht Weißenstadt, eine neue Diensthütte in der Nähe des Schneeberggipfels zu errichten.

1997

Im Spätsommer wird die letzte notwendige Genehmigung zum Bau der neuen Schneeberghütte erteilt. Es wird sofort mit dem Verlegen des Stromkabels und den Arbeiten am Keller begonnen.

1998

Nach nur einjähriger Bauzeit wird die neue Schneeberghütte in Verbindung mit der Feier zum 75-jährigen Gründungsjubiläum der Bergwacht Weißenstadt am 11.Oktober 1998 eingeweiht.

2000

Am 18. September gründet die Bergwacht Weißenstadt eine Jugendgruppe. Ihr gehören 13 Kinder und Jugendliche im Alter von 8-13 Jahren an. Sie nennen sich die „Weißenstädter BerchZwerch“.

2001

Am 12. Februar wird der Bergwacht Weißenstadt in München ihr erstes eigenes Dienstfahrzeug, ein Toyota Land Cruiser übergeben.

2002

Die Bergwacht Weißenstadt kauft sich einen Autoanhänger um im Notfall den Motor-Rettungsschlitten schneller zu weiter entfernten Einsätzen transportieren zu können. Auch wenn im Tal nicht genügend Schnee liegt kommt der Anhänger zum Einsatz.

2008

Eine Kommission der Bergwacht Bayern wählt Weißenstadt als Standort für eine Bergrettungswache. Intensive Überlegungen beginnen, wie diese Herausforderung umgesetzt werden kann.

 

Mit einem Förderernachmittag wird das 10-jährige Hüttenjubiläum sowie das 85-jährige Gründungsjubiläum der Bergwacht Weißenstadt gefeiert.

2009

Matthias Wendel wird neuer Bereitschaftsleiter.

Im Juli richtet die Bergwacht zusammen mit der BRK Bereitschaft und der Wasserwacht den Helfer vor Ort Weißenstadt ein, der die medizinische Erstversorgung von Notfallpatienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sicherstellen soll.