Unsere Chronik
Die Bereitschaft Weißenstadt wurde im Jahre 1923 von Vertretern von Fichtelgebirgsverein, Forst und Sanitätskolonne ins Leben gerufen. Vieles musste hart erkämpft werden, doch gerade in den letzten Jahren, die viele Neuerungen für uns mit sich brachten, konnte sich unsere Bereitschaft Dank des unermüdlichen Einsatzes zahlreicher aktiver Kameraden in der Region Fichtelgebirge einen Namen machen und ist heute nicht mehr weg zu denken.
1923 | Es war im Jahr 1923, als der Fichtelgebirgsverein und Förster Kade als Vertreter der Forstverwaltung die Gründungsversammlung einberiefen. Man setzt sich im Gasthof Welzel zusammen, um die Bergwachtbereitschaft Weißenstadt ins Leben zu rufen. „Den Wald zu schützen“ und „dem Wanderer bei Unglücksfällen Erste Hilfe zu leisten“ sind die gesteckten Ziele. Die Mannschaft der ersten Stunde setzt sich aus folgenden Mitgliedern der Sanitätskolonne Weißenstadt und dem FGV zusammen: Förster Kade, Heinrich Raithel, Georg Will, Georg Schuster, Kurt Purfürst, Hans Döhler, Christian Tröger, Christoph Ackermann, Herrmann Dittmar. |
1928 | Erster Bereitschaftsleiter wird Heinrich Raithel. Er übt dieses Amt vorbildlich und mit großem Erfolg bis 1928 aus. Unter seiner Führung wächst die Bereitschaft schnell auf 28 Aktive an, neun davon sind sogar voll ausgebildete Sanitäter des Roten Kreuzes. |
1938 - 1945 | Einen Rückschlag bringt der 2. Weltkrieg. Die Streifendienste können, wenn auch nur von wenigen Aktiven, notdürftig aufrechterhalten werden. |
1949 | Unter der Führung von Christoph Hager beginnt man damit, die während des 2. Weltkrieges stark beschädigte Hütte zu renovieren. Und schon Pfingsten 1950 kann man sie mit einem zünftigen Hüttenfest einweihen. |
1953 | Die neue Hütte in der Waldabteilung „Weißer Fels“ wird eingeweiht. Sie wurde mit sehr viel Mühe und Fleiß von Bereitschaftsleiter Walter Ackermann, den Bergwachtmännern und dem Fichtelgebirgsverein erbaut. |
1955 | Die Bereitschaftsleitung wird von Karl Ruckdäschel übernommen. |
1962 | Um im Winter trockenes Holz zu haben, wird 1962 unter Leitung von Adolf Hösch eine Holzlege an die Hütte angebaut. |
1966 | Der Holzfußboden in der Hütte wird durch eine Betondecke ersetzt. |
1972 | Die Terrasse wird erneuert und der Innenraum der Hütte neu ausgestattet. |
1978 | Bereitschaftsleiter Erich Vetter führt ein Gespräch mit Vertretern der Bundeswehr auf dem Schneeberg. Es wird gestattet, dass Verletzte bis zum Eintreffen des Rettungswagen bei der Bundeswehr untergebracht werden können. Auch das Telefonieren in Notfällen wird gestattet. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass die militärischen Einrichtungen nur mit Personalausweis betreten werden dürfen. |
1984 | Die Bergwachtbereitschaft Franken löst sich auf. Die meisten Bergwachtler werden von der Bereitschaft Weißenstadt übernommen. Auch ein Teil der Naturschutzstreifen, die Franken betreut hat, werden übernommen. |
1988 | Die Bergwacht bekommt von der Stadt Weißenstadt einen neuen Raum in der Schule zur Verfügung gestellt. Er dient der Bergwacht als Ausbildungs- und Depotraum. |
1989 | Um im Winter das große Loipennetz Waldstein – Epprechtstein – Rudolfstein besser betreuen zu können, erhält die Bergwacht Weißenstadt einen Motor-Rettungsschlitten. Der Schlitten wird auch durch Spenden von einheimischen Firmen mitfinanziert. |
1990 | Nach der Granzöffnung zur damaligen DDR wird Kontakt mit den Kameraden vom ehemaligen Bergunfalldienst der Stadt Goldlauter in Thüringen aufgenommen, zu denen heute noch eine freundschaftliche Beziehung besteht. |
1993 | Die Bergwacht veranstaltet zusammen mit dem FGV das 40-jährige Hüttenjubiläum der Bergwachthütte am „Weißen Fels“. |
1996 | Nach dem Abzug der US-Army am 30.04.92 und der Bundeswehr am 31.03.93 vom Schneeberggipfel kauft der Landkreis Wunsiedel einen Teil des ehemaligen US- Sperrgebietes und ermöglichte so den Wanderern ab dem 29.08.96 wieder den freien Zugang zum Schneeberggipfel und zum Backöfele. |
1997 | Im Spätsommer wird die letzte notwendige Genehmigung zum Bau der neuen Schneeberghütte erteilt. Es wird sofort mit dem Verlegen des Stromkabels und den Arbeiten am Keller begonnen. |
1998 | Nach nur einjähriger Bauzeit wird die neue Schneeberghütte in Verbindung mit der Feier zum 75-jährigen Gründungsjubiläum der Bergwacht Weißenstadt am 11.Oktober 1998 eingeweiht. |
2000 | Am 18. September gründet die Bergwacht Weißenstadt eine Jugendgruppe. Ihr gehören 13 Kinder und Jugendliche im Alter von 8-13 Jahren an. Sie nennen sich die „Weißenstädter BerchZwerch“. |
2001 | Am 12. Februar wird der Bergwacht Weißenstadt in München ihr erstes eigenes Dienstfahrzeug, ein Toyota Land Cruiser übergeben. |
2002 | Die Bergwacht Weißenstadt kauft sich einen Autoanhänger um im Notfall den Motor-Rettungsschlitten schneller zu weiter entfernten Einsätzen transportieren zu können. Auch wenn im Tal nicht genügend Schnee liegt kommt der Anhänger zum Einsatz. |
2008 | Eine Kommission der Bergwacht Bayern wählt Weißenstadt als Standort für eine Bergrettungswache. Intensive Überlegungen beginnen, wie diese Herausforderung umgesetzt werden kann.
Mit einem Förderernachmittag wird das 10-jährige Hüttenjubiläum sowie das 85-jährige Gründungsjubiläum der Bergwacht Weißenstadt gefeiert. |
2009 | Matthias Wendel wird neuer Bereitschaftsleiter. Im Juli richtet die Bergwacht zusammen mit der BRK Bereitschaft und der Wasserwacht den Helfer vor Ort Weißenstadt ein, der die medizinische Erstversorgung von Notfallpatienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sicherstellen soll. |


